Auch Chiropraktiker empfehlen zu tanzen!

Chiro1In der Zeitschrift “Chiropraktik” der Patientenorganisation Pro Chiropraktik ist ein interessanter Artikel von Anne Peer zum Thema körperliche und geistige Gesundheit und Vorbeugung erschienen:

 

“Man hat die Einladung zur Hochzeit angenommen, freut sich auf ein rauschendes Fest und darauf, dass bis spät in die Nacht hinein getanzt wird. Doch seit ein paar Tagen werden die wachen Stunden von Rückenschmerzen beherrscht. Ob man dennoch tanzen darf – oder ob das die Beschwerden verschlimmern wird?

Der Chiropraktor beruhigt und hat einen einleuchtenden Rat: Am besten hört man auf seinen Körper, denn wenn die Lust aufs Tanzen da sei, werden beim Tanzen eindeutig die positiven Folgen überwiegen. Wenn die Schmerzen dagegen sehr gross sind, bliebe man sowieso sitzen und vergnüge sich lieber in schmerz- freier Position vom Tisch aus.
Tanzen fordert den Tänzer, aber es schont seinen Bewegungs- apparat: Grundsätzlich erleidet man beimüblichen Tanzen keine Schläge oder Stösse, die sich negativ auf den Bewegungsapparat auswirken. Alle Muskelgruppen werden beschäftigt, aber nicht überbeansprucht, denn die Bewegungen sind rhythmisch und harmonisch. Tanzen bringt Freude, und die positive seelische Grundstimmung lässt einen entspannen und oftmals gar Beschwerden vergessen.

 

 

Tanzpaar_casual_2013 Shutterstock

 

«Gibt es einen Sport, der so viel Spass macht wie Tanzen?»

Musik und Tanz zählen zu den ursprünglichsten Bedürfnissen des Menschen und sind in allen Gesellschaften auf der ganzen Welt verwurzelt. Es gibt rituelle Tänze wie den Regentanz oder den Geburtstanz, man kennt orientalische und die in unseren Breitengraden bekannten klassischen Tänze – dazu gibt es eine fast unüberschaubare Fülle weiterer Tanzarten.
Nicht nur das gelegentliche Tanzen auf einer Feier oder im Club trägt zur guten Stimmung und einem positiven Körpergefühl bei. Auch das Tanzen als Hobby oder gar Sport hat zahlreiche Vor- teile. Das Verletzungsrisiko ist beim Tanzen als Breitensport fast gleich Null, dafür regt es das Herz-Kreislauf-System an, stärkt die Muskulatur und die Gelenke und damit Ausdauer und Kraft, schult die Koordination und das Gleichgewicht, baut das Selbst- bewusstsein auf und setzt Glückshormone frei.

So verhilft einem das Tanzen zu einer guten Grundfitness und bietet die Möglichkeit, gemeinsam mit anderen Menschen Spass an der Musik und der Bewegung zu haben. Tanzen verknüpft also den Sport und das Vergnügen optimal miteinander – manch einer, der nicht zu haben ist für sportliche Aktivitäten, ist mit Begeisterung beim Tanzen mit dabei. Die Ausrüstung ist bescheiden: Für Anfänger reicht ein bequemes Paar Schuhe. Auch als Single hat man die Möglichkeit, einen Tanzkurs zu besuchen, denn bei den meisten Tanzschulen kann man sich auch ohne Partner oder Partnerin anmelden. Wer bis anhin keinen Bezug zum Tanzen gehabt hat, kann – ganz unabhängig von Geschlecht und Alter – jederzeit damit anfangen. Bei den vielen verschiedenen Tanzarten, die es zu erlernen gibt, ist für jeden etwas dabei.

Von bald sichtbarem Vorteil ist beim Tanzen auch die Schulung einer gesun- den Körperhaltung: Mit der Zeit bewegen sich tanzende Menschen auch im Alltag aufrechter und lockerer. Die vom Tanzen trainierten Muskeln müssen keine zusätzliche Arbeit leisten, und Rückenschmerzen werden zur Ausnahme. So ist schon für Kinder und Jugendliche das Ballett eine ausgezeichnete Körper- und Haltungsschule: Grundsätzlich spricht aus gesundheitlicher Sicht nichts gegen den Ballettunterricht. Allenfalls und besonders in ganz jungen Jahren sollte man sorgfältig abklären, ob das Kind den physischen Ansprüchen gewachsen ist.

Nachweislich hält Tanzen nicht nur körperlich sondern auch seelisch und geistig fit und ist somit eine geeignete Sportart zur Vorbeugung von Alterserscheinungen. Dank der beim Tanzen erlernten und trainierten Körperbeherrschung und Koordinationsfähigkeit werden Tänzer einen Unfall durch Stolpern, Straucheln oder Ausgleiten besser verhindern können als eine untrainierte Person.

Head_Bild_Tanzpaar_transpWer schon Tanzschritte vergessen hat, weiss: Das Tanzen ist auch ein Gedächtnistraining. Jeder Tanz erfordert bestimmte Schrittfolgen und -kombinationen, die es gilt, sich zu merken. Hat man die Tanzschritte gelernt, werden diese praktisch umgesetzt. Hierbei kommen das Training des Gleichgewichts, der Koordination sowie des Orientierungssinnes ins Spiel. Tanzen trainiert also nicht nur die Muskulatur sondern auch das Gehirn in hohem Masse.

Die bei den Tanzschritten trainierten Muskeln werden im Alltag weniger beansprucht, stabilisieren aber die Gelenke und beugen deren Abnützung vor. Auf eine gute Aufwärmung vor dem Tanzen ist zu achten, denn der Tanzsport kann, wird er sportlich betrieben, besonders die Knie, die Sprunggelenke und die Hüfte belasten. Es ist daher angeraten, sich in der Tanzschule wie auch auf Partys «einzutanzen», also die Gelenke und Muskeln aufzuwärmen, bevor man zu schnellen Stücken lostanzt.

Möchte man messen, welcher Anstren- gung das Tanzen entspricht, kann man folgende Vergleiche heranziehen: Der langsame Paartanz, wie etwa der Langsame Walzer oder der Foxtrott entsprechen einem zügigen Spaziergang; Tan- go oder Quickstep sind mit Walking vergleichbar. Viele lateinamerikanische Tänze – Samba, Cha-Cha-Cha, Paso doble oder Jive – verbrennen dann Kalorien wie beim Jogging, und wer Turniertanzen als Sport betreibt, muss genauso fit sein, wie ein Leichtathlet. Welche Art von Tanz man für sich wählt sollte man jedoch nicht vom Kalorienverbrauch abhängig machen. Beim Tanzen steht eindeutig der Spass und nicht das Fitnesstraining im Vordergrund.”

 

Bericht: Anne Peer

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