Interview mit Nina Burri

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Nina Burri hat ihre Ausbildung zur Kontronistin in China absolviert und geniesst als Schlangenfrau internationale Aufmerksamkeit. Nina ist im kommenden Juni für zwei Workshops im Bahia Dance zu Gast. Noch gibt es für den Workshop freie Plätze. Eine exklusive Gelegenheit sich mit der Flexibilität seines Körpers auseinandersetzen und dehnbarer zu werden!
Angela Zbinden hat die Gelegenheit genutzt um eine Interview mit Nina zu machen.

Angela Zbinden: Was hat Dich dazu inspiriert, für Deine Ausbildung nach China zu reisen?

Nina Burri: Ich wollte eine eigene Solonummer erarbeiten, und Kontorsion schien mir die richtige Sache, die Tanzchoreografie zu ergänzen, die ich im Kopf hatte. In China werden die allerbesten Artisten ausgebildet, und deshalb wollte ich dorthin und hautnah erleben wie man trainiert.

Angela: Du hast für Deine Ausbildung eine lange Zeit in einer vollkommen anderen Kultur verbracht. Wie hat Dich der Aufenthalt in China als Mensch verändert?

Nina: Er hat mich, wie bisher alle meine Auslandaufenthalte, sicher stark gemacht und meinen Horizont sehr erweitert. Es ist eine Sache, als Tourist ein Land zu besuchen, aber es ist vollkommen anders, mehrere Monate alles mitzuerleben und sich einzupassen. Da passiert so einiges und man lernt vor allem vieles mit anderen Augen zu sehen.

Angela: Was möchtest Du mit Deiner Kunst beim Publikum auslösen?

Nina: In erster Linie Freude an meiner Kunst, Erstaunen, Bewunderung. Sie sollen überrascht sein, und vor allem mit einem Lächeln auf den Lippen dasitzen, weil sie etwas besonderes gesehen und erlebt haben.

 

 

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Angela: Du kannst enorme Bewegungen und Verrenkungen mit Deinem Körper machen. Was fasziniert Dich noch heute am menschlichen Körper?

Nina: Der Körper ist unglaublich. Er kann so vieles wenn man sein Potenzial voll ausschöpft. Leider tun die meisten von uns gar nichts mehr mit ihm und versetzen ihn in eine gefährliche Schonhaltung. Dadurch geht auch das Körpergefühl verloren. Zudem sagt dir dein Instrument, der Körper, alles was du wissen musst, wenn man denn bereit ist zuzuhören;-)

Angela: Kann die Kunst des Kontronisten jeder Mann/jede Frau erlernen?

Nina: Ja, grundsätzlich kann jeder Mensch diese Kunst erlernen. Manche werden länger haben für Fortschritte, andere sind schneller. Aber das spielt keine Rolle. Ich sage immer: dranbleiben ist alles, jeder in seinem Tempo.

Angela: Birgt Deine Kunst auch gefahren?

Nina: Klar kann man sich wie in jeder anderen Sportart auch, verletzen. Man muss wissen wie man trainieren und muss sich konzentrieren auf Atmung und Ausführung. Es gibt viele, die zu schnell vorwärts kommen wollen und dann ohne Rücksicht auf Verluste mit Gewalt dehnen. Da sind spätere Probleme vorprogrammiert.

Angela: Was möchtest Du als Künstlerin unbedingt noch erreichen?

Nina: Meine eigene Show kreieren mit allem was mich ausmacht. Und weiterhin diese Kunst in andere Bereiche einführen, wie Film, Fotografie, Musik…. Der Austausch bringt die Kontorsion raus aus der Zirkusecke und erschliesst ein neues Publikum.

 

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Angela:Hast Du bereits einmal an einer Pole getanzt?  Welche Erfahrungen hast Du dabei gemacht?

Nina: Nur einmal habe ich Pole gemacht, für ein Casting. Im Nachhinein kann ich mich darüber amüsieren, weil beim Filmen auch noch die Stage mit mir umgefallen ist…Das war dann auch gleich der letzte Versuch in diese Richtung. Ich sehe nicht besonders viel Talent in mir für Pole…Es ist unglaublich anstrengend, vor allem wenn es leicht aussehen soll.

Angela: Was tust Du Deinem Körper gutes?

Nina: Was tue ich Gutes? Ich versuche die Balance zu finden zwischen Training, Auftritten, gesundes Essen, Ruhezeiten. Das ist wichtig, doch die Ruhe kommt bei meinem Job leider oft zu kurz.

Angela: Was erwartet die Teilnehmer/Innen an den Workshops im Bahia Dance Thun?

Nina: Ich möchte den Teilnehmebern die Angst nehmen vor dem Verbiegen! Viele fürchten sich nämlich davor, weil sie denken sie würden sich sofort verletzen. Wir gehen jedoch Schritt für Schritt vor, und lernen gemeinsam wie man trainieren muss um die Flexibilität zu bekommen und dann auch immer tiefer zu gehen in den Bewegungsabläufen. Dieses Wissen kann dann jeder für sich weiterhin anwenden und hoffentlich dadurch Fortschritte erzielen.

Angela: Wo bist Du als Künstlerin in nächster Zeit live zu sehen?

Nina: Im Mai beginnt eine grosse TV Show im Deutschen Fernsehen wo ich zu sehen sein werde. Alle öffentlichen Daten werde ich zeitig auf meiner Website bekannt geben. Am 1.Juli bin ich im Kultur Casino Bern zu Gast und performe in einem Boxring….das wird speziell.

 

 

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Anmelden zum Workshop könnt ihr euch bei Bahia Dance

Bilder: Romel Janeski

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